Zum ersten Mal präsentiert DIE GALERIE Werke von Fabrizio Plessi. Der 1940 in Reggio Emilia geborene Künstler und „Wahlvenezianer“ zählt neben Nam June Paik, Bruce Nauman und Valie Export zu den international bedeutendsten Pionieren der Videokunst. Seit den 1970er Jahren steht das Element Wasser im Mittelpunkt seines OEuvres: als Metapher für den Ursprung allen Lebens, für den Fluss der Zeit, des Bewusstseins und der menschlichen Erinnerung. Im Laufe seiner inzwischen mehr als 50-jährigen künstlerischen Karriere hat er dieses Sujet aus den unterschiedlichsten Perspektiven ausgelotet. Die Ausstellung in DIE GALERIE konzentriert sich auf die um 2019 entstandene Werkserie SPLASH, die die Perfektion der modernen Videotechnik mit der zeitlosen, meditativen Ästhetik bewegten Wassers vereint.
Ich suche überall nach Spuren von Fabrizio, ich suche nach seinem Duft, ich suche nach einem Zettel mit einer kleinen Liebesbotschaft, ich suche ihn in den im Haus verstreuten Gegenständen. Vor allem aber suche ich nach seiner Genialität, die für mich zum Alltag geworden war, etwas, das so selbstverständlich war, dass ich es gedankenlos akzeptierte – in einer Verschmelzung von Kunst und Leben, die ein einziger Atemzug war.
Nichts spricht mehr und besser von seiner Kunst, seiner Vision, seinen Träumen und seinen Obsessionen als seine Schriften.
Nur ein paar Zeilen, um an einen Mann zu erinnern, der sich nie geschont hat, der keine Abkürzungen gesucht hat, der sein Leben mit vollem Einsatz gelebt hat:
„Die Malerei ist körperlich, die Bildhauerei ist noch körperlicher;
in der digitalen Welt ist die Materialität des Inhalts in Pixeln dem Geist viel näher, sodass sie zu einer Form wird,
die einem unerwartete Türen öffnet.
Wenn das Licht durch diese Türen hereinströmt,
tauche ich hinein und versuche, die Leuchtkraft des Gedankens
in mich aufzunehmen.“
Carla Plessi im September 2026
Mehr zu der Kunst von Fabrizio Plessi: HIER