menu


26. November 2025 - 18. Februar 2026
Leben mit Kunst - Eine Leidenschaft
DIE GALERIE, Frankfurt am Main

Was treibt einen Sammler dazu an, Sammler zu sein? Was bestimmt seine Entscheidungen? Ist es die Leidenschaft für die Kunst, die Manie des Suchens oder das Glücksgefühl des Findens? Und wie finden unterschiedliche Arbeiten schließlich in einer einzigen Sammlung zusammen, um ein kohärentes und höchst individuelles Ganzes zu bilden?

 

Die Ausstellung LEBEN MIT KUNST entstand aus diesen Fragen und ist so konzipiert, dass die Räumlichkeiten der Galerie einer privaten Wohnung nachempfunden sind – die eines Sammlers. Die Architektur der Galerie eignet sich bestens für diese Erzählung und vermittelt dem Besucher das Gefühl, Gast in einer Kunstresidenz zu sein: diskrete Beobachter einer intimen, komplexen und raffinierten visuellen Geschichte.

 

So, wie ein Sammler über Jahre zusammenträgt, was ihm gefällt, findet sich in den Beständen von DIE GALERIE eine reiche und vielseitige Auswahl an Gemälden, Grafiken und Skulpturen aus über 40 Jahren Tätigkeit. Werke, die nicht durch kuratorische Kriterien miteinander verbunden sind, sondern durch sprachliche, emotionale und thematische Affinitäten – wie Teile eines fortlaufenden Dialogs zwischen Ästhetik und Erinnerung.

 

Jedes der hier versammelten Werke ist der Spiegel eines Weges, von Begegnungen und Entdeckungen, die sich im Laufe der Zeit verdichtet haben. Zeugnisse eines Lebens mit und für die Kunst – eines Lebens, das Moden überdauert, Erinnerungen bewahrt und Erfahrungen einfängt, wodurch das Sammeln zu einer Geste der Fürsorge und der Leidenschaft wird.

 

Am Ursprung von allem steht die Freude am Suchen und Erkennen, das Vergnügen am Wählen und Teilen. Diese Ausstellung zeigt einen Ausschnitt davon, wie eine Sammlung entstehen und, im Laufe der Zeit, mit Liebe und Hingabe wachsen kann. Eine Einladung, das Gezeigte zu genießen und vielleicht im Besucher den Wunsch zu wecken, seinerseits den eigenen Weg als Sammler zu beginnen.

 

 

Besuchen Sie unsere Ausstellung virtuell

 

Highlight des Monats


Roberto Matta
Untitled
Öl auf Leinwand
61 x 77 cm

Der 1911 in Chile geborene Roberto Matta zählt zu den bedeutendsten und eigenwilligsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Nach seinem Architekturstudium in seinem Heimatland kam Matta 1933 nach Paris, wo er im Atelier von Le Corbusier arbeitete und bald Kontakte zum Kreis der Surrealisten knüpfte. 1938 nahm er an der Internationalen Ausstellung des Surrealismus teil und ging 1939 wie viele seiner Malerkollegen ins Exil nach New York.


Wie seine Künstlerkollegen André Masson und Max Ernst übte auch er einen bedeutenden Einfluss auf den sich entwickelnden amerikanischen Abstrakten Expressionismus aus. In seinen Gemälden der 1940er Jahre schuf Matta Innenlandschaften - "inscapes" - mit apokalyptischen und kosmologischen Panoramas von kristalliner Transparenz. Die Arbeitsmethode, die er zu dieser Zeit entwickelte, bestand in der Verschmelzung der automatischen Strukturen des Surrealismus und der Farbverläufe des Hintergrunds mit einer so inspirierten und daraus resultierenden erscheinungsartigen, ungegenständlichen Landschaft.


Nach Ende des Zweiten Weltkriegs und der Rückkehr aus dem Exil, wo er sich zunächst in Rom und dann in Tarquinia niederließ, bevölkern in Mattas Bildpanoramen zunehmend anthropomorphe Maschinenwesen eine technoide Umgebung. Mattas künstlerische Auseinandersetzung mit dem rasanten Fortschritt der Wissenschaft und seine offenen politischen und philosophischen Positionen führten zu immer komplexeren, großflächigen und raumgreifenden Kompositionen. Matta verstarb im Jahr 2002 in Italien.

Aron Demetz
Ohne Titel
Holz

240 x 70 x 70 cm