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05. November 2020 - 20. Januar 2021
KIM DU RYE | Farbfeld Malerei & HERBERT MEHLER I Kabinettausstellung
DIE GALERIE, Frankfurt am Main

Das Werk der koreanischen Malerin KIM DU RYE ist klassisch im besten Sinne, geprägt von einem souveränen Umgang mit der abstrakten Komposition.

Sie bedient sich der Farbfeldmalerei, die an die amerikanischen Abstrakten Expressionisten erinnert, in vielfältigen Variationen, die von strengen geometrischen Gefügen bis hin zu einer malerischen Auflösung reichen. Ihre bisweilen großformatigen Leinwände sind vollkommen frei von räumlichen oder assoziativen Intentionen, weshalb sie auch keine Titel tragen, die das Auge des Betrachters einengen würden. Das eigentliche Reich KIM Du Ryes aber  liegt ganz offensichtlich in der Farbe: Sie verleiht den Gemälden Wärme, Tiefe und Emotionen, Spannung oder Gelassenheit, flirrende Lebendigkeit oder kontemplative Ruhe. Stets stark im Ausdruck, an den Primärfarben orientiert und großzügig auf die gesamte Bildfläche ausgebreitet, sind die Farben in den Bildern vom KIM Du Rye und werden für den Betrachter so zu einem visuellen Erlebnis. Mit dieser ersten Einzelausstellung KIM Du Reys in Europa präsentiert DIE GALERIE in Frankfurt am Main eine zeitgenössische künstlerische Position Koreas, die West und Ost mehr verbindet als unterscheidet und die doch eine ganz eigene Prägung hat.

 

Ab dem 28. November können Sie außerdem eine weitere Ausstellung in unseren Galerieräumen sehen - HERBERT MEHLER · Kabinettausstellung. Zum ersten Mal präsentieren wir Ihnen die eleganten Eisen- und Stahlskulpturen des renommierten deutschen Bildhauers Herbert Mehler. Sowohl Kim Du Rye als auch Herbert Mehler sind der Abstraktion verbunden, während die Malerin jedoch der Farbe den Vorzug gibt, ist es bei dem Bildhauer eindeutig die Form. Seine schlank aufragenden Säulen und vegetabile Strukturen setzt er in einzigartiger Weise aus Metall-Lamellen zusammen. Wir freuen uns, Ihnen diesen sympathischen „Neuzugang“ in unserem Portfolio mit dieser wunderbaren Doppelausstellung präsentieren zu dürfen. 

 

 

 

       

 

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Wir wünschen viel Vergnügen bei Ihrem virtuellen Rundgang!  

 

Highlight des Monats


André Masson
Le Faucheur
Öl auf Leinwand
92 x 73 cm
Signiert unten rechts 'André Masson'

Hoffnungslos durch die politische Instabilität Frankreichs, zogen Masson und seine Frau Rose 1934 nach Tossa de Mar in Katalonien. Hier trafen sie auf andere Künstler. Inspiriert von der idyllischen Lebensweise des Dorfs begann Masson Insekten und Ernteszenen zu malen. Le Faucher entstand zu Beginn seiner spanischen Periode und stellt Massons Interesse am sozialen Realismus dar.

Auf diesem Gemälde ist ein Mäher zu sehen, der sich im Akt der Erschöpfung über seine Sense beugt, um die Ernte zu schneiden.  Masson verdeutlicht nicht nur die Bewegung des Körpers des Mähers, sondern auch die Wucht der vorherrschenden Sommerhitze. Er vergleicht diese mit den turbulenten Wellen des Meeres, die über den Mäher hinweg spülen, welcher in einem Zustand der Entkräftung die Sense als Gehstock verwendet. Er ist ein anonymer Mann, mit dem Rücken zu uns gewandt – es könnte also ein jeder sein.

Die dominanten Farben dieses Werkes sind Braun- und Grüntöne, die Massons Farbpalette während seiner spanischen Periode widerspiegeln. Masson war fasziniert von der wilden spanischen Landschaft und der Heftigkeit der Sommerhitze. Bezüglich seiner Farbpalette schreibt Masson in einem an den Kunsthändler Kahnweiler adressierten Brief: „Die Farben meiner Gemälde sind anders als die der letzten in Paris angefertigten. Sie zeigen einen intimeren und tieferen Kontakt zur Natur.“ [Morando, C., André Masson. ArtAcatos Sarl. P. 137]

Der Körper des Mähers ist mit wenigen Linien und vereinfachten Farbflächen skizziert. Der auffälligste Körperteil ist das Herz. Ähnlich wie die Sonne, die Energie verbraucht, verbraucht das Herz Blut und ermöglicht es dem Mäher zu arbeiten. Die Energie der Sonne und die Vitalität des Herzen sind durch eine ähnliche Palette warmer Farben miteinander verbunden.