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6. September - 3. November 2018
70 Jahre COBRA
DIE GALERIE, Frankfurt am Main

„Ein gutes Bild oder ein Gedicht ist immer unvollständig, immer unvollendet; sie bleiben offen, unordentlich. Sie verweigern das Verharren im Leid und im Lächeln, sie gehen exzentrisch frei mit der Zeit um.“                                                                                            

Lucebert über die Kunst der CoBrA

 

Seit 70 Jahren fasziniert genau diese einzigartige Exzentrik sowohl Kunstinteressierte wie auch die der CoBrA-Gruppe nachfolgenden Künstlergenerationen. Zum Zeitpunkt ihrer Gründung 1948 im Pariser Café Nôtre-Dame und nach dem nur kurzen Bestehen von drei Jahren hätten viele wohl daran gezweifelt, doch der Geist der CoBrA lebt unaufhörlich weiter.

Co-Br-A steht für die Heimatstädte der Gründungsmitglieder: Copenhagen, Brüssel und Amsterdam. Unter diesem Namen und der Schlange als Symbol der Bewegung finden sich Künstler und Schriftsteller zusammen, denen der Wunsch nach Spontanität und Intuition in ihrem Schaffen den damaligen Konventionen entgegensteht. Der rege Austausch untereinander führt zu Kooperationen und gemeinsamen Ausstellungen bis die zuletzt mehr als 50 Beteiligten individuelle Wege gehen. DIE GALERIE zeigt anlässlich des 70. Jubiläums der Gründung der Gruppe ausgewählte Werke ihrer Hauptvertreter, erstmalig aber auch Werke der durch ihre Beziehung zu Asger Jorn der CoBrA-Gruppe nahestehenden Künstlerin Jacqueline de Jong.

 

Abbildung: Asger Jorn, Jardin des êtres, 1957, Öl auf Leinwand, 81 x 64 cm

 

Ausgestellte Künstler

Pierre Alechinsky, Karel Appel, Jean-Michel Atlan, Mogens Balle, Constant, Corneille, Jacqueline de Jong, Karl Otto Götz, Asger Jorn, Lucebert, Carl-Henning Pedersen, Jean Raine, Siegfried Reich an der Stolpe, Raoul Ubac, Theo Wolvecamp

 

Vernissage: Mittwoch, den 5. September 2018, 18.30 Uhr

Einführung: Prof. Axel Heil

Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe

Die Künstlerin Jacqueline de Jong, die durch ihre Verbindung zu Asger Jorn der CoBrA Gruppe nahesteht, ist anwesend.

 

Bitte beachten Sie, dass eine Teilnahme an der Vernissage nur nach vorheriger Anmeldung möglich ist.

Highlight des Monats


Horst Janssen
Werthergesellschaft II
Bleistift und Farbstift auf Papier
50,2 x 32,2 cm
Signiert, datiert und bezeichnet unten links.

Das Blatt Werthergesellschaft von Horst Janssen zitiert die Arbeit "Gesellschaft aus der Wertherzeit" von Max Klinger. Die Inschrift kommentiert auf humoristische Weise die Anstrengungen des Künstlers Janssen, es Klinger gleich zu tun: "Unmöglich morgens um 5 eine spätromantische Hand  hinzukriegen, u. Klingers Ellbogen ist zu scheusslich"