Max Ackermann - Retrospektive

8.Maerz - 2. Juni 2018, DIE GALERIE Frankfurt am Main

Max Ackermann (1887–1975) ist nicht nur der vergessene Pionier der deutschen Nachkriegsabstraktion, sondern wird zudem oft fälschlicherweise auf seine abstrakte Schaffensphase der 1940 bis 1960er Jahre reduziert. Sein gesamtes Œuvre umspannt den Dualismus aus Gegenständlichkeit und Abstraktion, mit dem er sich in verschiedenen Kapiteln seines Lebens der forschenden Suche von „Bildantworten“ widmete. Aus dem Einfluss und der Untersuchung unterschiedlicher Stile und Theorien entwickelte er eine eigene Farb- und Formenlehre. Durch die Vielfältigkeit ist Ackermanns Gesamtwerk zunächst schwer zu fassen.
Die aktuelle Retrospektive in DIE GALERIE stellt die Schwerpunkte Ackermanns als nebeneinander gleichberechtigte Kapitel dar: Ackermann zeichnete nach der Natur, fand kubistische Schlüssel für gegenständliche Beobachtungen, komponierte Farben und Flächen, studierte Farbaufträge und war versucht, den Geschehnissen in der Welt mit der Kraft der Kunst ein „heiteres Nachwort“ (Welt) entgegenzustellen. Sein vielfältiges Lebenswerk soll daher „als künstlerischer Ausgleich polarer Kräfte“ (Hans Kinkel, 1975) gewürdigt werden, in dem er „trotz vieler Beschränkungen von außen seine eigene künstlerische Sprache [entwickelte]“ (Dieter Honisch, 1967).

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Vernissage:
Mittwoch, 7. März 2018, 18.30 Uhr

(nicht öffentlich, wir bitten um vorherige Anmeldung)


Max Ackermann, Universum befragt (1950-55), 1955
Öl auf Sperrholz, 152,8 x 99,8 cm