Eduardo Arroyo

1937 Arroyo wird am 26. Februar in Madrid geboren.

1958 Flucht vor der erstickenden Atmosphäre Spaniens unter Franco. Emigration nach Paris. Arbeit als Journalist und Schriftsteller. Von seinen schriftstellerischen Fähigkeiten und seiner politischen Urteilsfähigkeit nur wenig überzeugt, entschließt sich Arroyo, sich der Malerei zu widmen. Autodidaktisch beginnt er, „in Bildern zu erzählen“ und nimmt damit eine Sonderstellung im Paris der fünfziger Jahre ein, in dem nicht die gegenständlich-narrative, sondern die abstrakte Malerei vorherrscht.

1960 Beteiligung am Salon de la Jeune Peinture au Musée d‘Art Moderne de la Ville de Paris.

1961 Erste Einzelausstellung in der Galerie Claude Levin in Paris.

1963 Teilnahme an der 3. Biennale de Paris. Gründer der Bewegung, die vom Kunstkritiker Gérald Gassiot-Talabot Nouvelle Figuration getauft wird.

1969-1981 Arbeit mit Regisseuren an internationalen Bühnen, vor allem mit Klaus Michael Grüber als Bühnenbildner. Für das Piccolo Teatro in Mailand gestaltet er Off Limits von Adamov, für die Bremer Oper übernimmt er die Ausgestaltung der Oper Wozzeck von Alban Berg und in Frankfurt am Main schafft er das Bühnenbild für Bertolt Brechts Im Dickicht der Städte. Experimentiert mit Materialien und Techniken (Collagen, Skulpturen, Keramik, Lithografie, Radierung), findet dann zu einer kraftvollen Malerei zurück. Schreibt und publiziert weiter.

1976 Förderung durch den DAAD (Deutscher Akademischer Austausch Dienst), Akademie der Künste, Berlin.

1983 Ehrung mit dem Großen Nationalpreis für Malerei in Spanien.

1986 Arroyos Stück Bantam wird im Münchener Residenztheater uraufgeführt.

1995 Repräsentiert Spanien mit dem Bildhauer Andreu Alfaro an der 46. Biennale von Venedig.

1999 Erste Retrospektive im Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia in Madrid.

2003-2004 Wanderausstellung Arte espanol para el extranjero in Ungarn, Rumänien, Russland und Luxemburg.

2006 Bühnenbildner in Zusammenarbeit mit Klaus Michael Grüber. Neueste Produktion ist Docteur Faust von Busoni am Zürcher Opernhaus.

Eduardo Arroyo lebt und arbeitet in Madrid und Paris.