Beate Debus & Andreas Grunert. Von Schattentaenzern und Schattengiessern, 29. Januar bis 9. April 2015

Mit der Ausstellung Beate Debus und Andreas Grunert. Von Schattentänzern und Schattengießern widmet sich DIE GALERIE zwei Künstlern, die in ihrem Werk das Rätsel „Mensch“ auf unterschiedliche Weise zu ergründen suchen.

Als Bildhauerin tut Beate Debus (1957) dies formal. Sie verschreibt sich in ihrer Arbeit ganz der anthropomorphen Figur, untersucht deren Bewegung im Raum anhand ihres eigenen Körpers und beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Tanz. Das Ergebnis sind abstrakte Formen, die trotzdem vertraut und menschlich erscheinen.

Auch im Werk Andreas Grunerts (
1947) spielt der Mensch eine zentrale Rolle, jedoch nähert der Maler sich dem Thema eher inhaltlich. Seine reduzierte Bildsprache wirkt nur auf den ersten Blick leicht zu entschlüsseln. Tatsächlich aber vermag er es, alle Interpretationen seiner immer wiederkehrenden Bildelemente offen zu lassen. Körper und Geist, Materialität und Spiritualität, Bildhauerei und Malerei treffen in dieser Ausstellung aufeinander. Zum ersten Mal zeigt DIE GALERIE beide Künstler parallel mit rund 40 Arbeiten.


Vernissage:
Mittwoch, den 28. Januar 2015, 18.30 Uhr
(nicht öffentlich, nur mit vorheriger Anmeldung)

Die Künstler sind anwesend.
Zur Einführung spricht Prof. Dr. Kai Uwe Schierz, Direktor der Erfurter Kunstmuseen.


Pressemitteilung zur Ausstellung



Beate Debus
1957 in Eisenach geboren, beginnt Beate Debus 1973 eine Ausbildung zur Holzbildhauerin und studiert im Anschluss Holzgestaltung an der Fachschule für Angewandte Kunst in Schneeberg. Anfänglich weitaus wörtlicher am menschlichen Vorbild orientiert, sind ihre frühen Figuren kompakt und in sich geschlossen. Später beginnen diese sich zu öffnen und greifen in den Raum, die Arbeiten gewinnen an Dynamik in der angedeuteten Bewegung, und die bereits früh anklingende Polarität offenbart sich anhand von Durchbrüchen und einer konsequenten Zweifärbung. Gleichzeitig ist eine verstärkte Abstraktion auszumachen, die die Inspiration durch den menschlichen Körper lediglich andeutet:
„Mein Anliegen ist es, den Inhalt durch die abstrakte Form nicht flüchtig und unangreifbar zu machen. Form darf nicht zufällig und isoliert sein, sie muss den Wirklichkeitsgehalt des Abgebildeten transportieren.“




Andreas Grunert
Andreas Grunert (*1947) studiert zunächst Malerei an der Staatlichen Akademie der bildenden Künste Stuttgart. Auf renommierte Stipendien und Preise folgen Gastdozenturen an der Hochschule für Künste Bremen und an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Andreas Grunert ist ein Meister in der Gestaltung der Fläche. Seine wiederkehrenden Bildmotive wie Figuren, Tiere, Architekturen und Gerätschaften ordnet er intuitiv im Bildraum an und zeichnet die Welt in ihren Grundsätzen. Doch hinter dem Sichtbaren verbergen sich Wahrheiten und Absurditäten des Lebens. Nicht einen gewissen Humor entbehrend, legt Andreas Grunert Gesetzmäßigkeiten offen, erzählt vom Menschsein zwischen Sicherheit und Gefahr, Schönheit und Grausamkeit. Auch diese Auseinandersetzung mit dem Existenziellen charakterisiert die Arbeiten Andreas Grunerts.





EXPONATE von Beate Debus:

Apokalyptischer Tanz

Apokalypse

Corpus dynamisch

Schattentanz

Balance, 1993

Balance, 2010

Corpus sich dehnend

Corpus, 2012

Doppeltanz, 2008

Flucht 2006

Geborgener Raum, 2008

Konzentrischer Tanz, 2013

Kopf 2, 2013, Bronze, 70 x 53 cm

Kreuzdynamik 1, 2006, 70 x 50 cm

Liegende, 1993/2014, Bronze, 34 x 107 x 29 cm

Kreuzdynamik, 2007, Bronze, 135 x 116 cm

 Liegende, Holz

Raumfangen, 2009, 50 x 40 cm

Raumtasten, 2008, 100 x 75 cm

Schattentanz, 2009, 60 x 50 cm

Doppeltanz, Collage

Wanddynamik

Verschlossen

Tanz, 2009

Tanz (Schwung).

Schreiten, Holz

Schreiten

Verschlossen

Schreiten

schlaf

Opfertanz Collage

Marionette Bronze

Kreuzdynamik

Knieende

Kleiner schattentanz 1



EXPONATE von Andreas Gruner: