Salvador Dali

1904 Salvador Dalí wird am 11. Mai als Salvador Felipe Jacinto Dalí y Domenech in Figueras (Spanien) geboren.

1918 Malkurse an der städtischen Kunstschule in Figueras.

1921 Studium an der Kunstakademie Madrid. Dort lernt er Federico Garcia Lorca kennen und gerät zunehmend unter den Einfluss der „pittura metafisica“ von Giorgio de Chirico und Carlo Carrá. Mit Freunden gründet Dalí die sozialistische Gruppe „Renovació Social“.

1926 Von der Akademie verwiesen, setzt sich Dalí ab 1926 insbesondere mit dem italienischen Futurismus auseinander.

1928 Erster Kontakt zur surrealistischen Bewegung um André Breton. Mit dem Werk Sigmund Freuds vertraut, verbindet Dalí zunehmend das Traumhafte mit dem künstlerischen Mittel des Automatismus, paranoide Wahnvorstellungen mit Elementen des Unterbewussten und irreale Phantasien mit altmeisterlich-akribischer Maltechnik.

1929 Seine erste Ausstellung in der Pariser Galerie Goemans wird ein großer Erfolg. In Amerika wird er durch die Ausstellung „Surrealist Paintings, Drawings and Photographs“ in der New Yorker Julien Levy Gallery bekannt. Dalí schließt sich auf Anraten von Joan Miró der surrealistischen Bewegung an und trifft auf die Künstler Hans Arp, Max Ernst, Yves Tanguy, René Magritte, Man Ray, so Tristan Tzara wie Paul Éluard und dessen Frau Helena, genannt „Gala“.

1934 Erste Spannungen innerhalb der kommunistisch ausgerichteten surrealistischen Gruppe gegenüber Dalí; der Streit eskaliert wegen Dalís Bild „Das Rätsel Wilhelm Tells“. Die folgenden Jahre verbringt Dalí in New York, wo bereits 1941 seine erste große Retrospektive gezeigt wird. Heirat mit Gala. Sie wird zu seiner Muse und Managerin.

1938 Bekanntschaft mit Sigmund Freud in London.

1939 Endgültiger Bruch mit der Surrealistengruppe. Auswanderung in die USA. Dalís„klassische Zeit“ beginnt, in der er Motive der großen klassischen Meister wie Raffael, Velásquez oder Ingres aufgreift.

1942 Die umfassende Autobiographie „The secret Life of Salvador Dalí“ erscheint. Dalí entwirft Schmuckstücke, Vasen und Bühnenbilder sowie Parfüms und Modeaccessoires für Elsa Schiaparelli. Mitarbeit bei bekannten Zeitschriften wie „Vogue“ und „Harper’s Bazaar“. In Hollywood arbeitet Dalí mit Walt Disney zusammen und gestaltet das Bühnenbild für die berühmte Traumszene in Alfred Hitchcocks Film „Spellbound, The House of Dr. Edwards“. Erste Illustrationen für Buchausgaben des amerikanischen Verlages Doubleday entstehen.

1946 Zusammen mit John Hench entwirft er Drehbuch und Storyboard für den surrealistischen Kurzfilm „Destino“.

1948 Rückkehr nach Spanien. Intensive Auseinandersetzung mit physikalischen Theorien. Dalí schafft Werke aus religiös-mystischen Versatzstücken, die er mit Elementen aus der Wissenschaft verknüpft.

1951 Dalí verfasst das „Mystische Manifest“, worin er die Quantenphysik und Morphologie als die Bildungsprinzipien der Form erklärt. Mit seiner „korpuskularen Periode“ in dieser Zeit stellt er unter dem Eindruck der Atomphysik Bildelemente in dreidimensionalen Bruchstücken dar.

1954 Zusammen mit Robert Descharnes dreht Dalí den Film „Die ungewöhnliche Geschichte von der Spitzenklöpplerin und dem Rhinozeros“.

1958 Bei einem Happening im Pariser Theâtre de l’Étoile präsentiert er ein 15 Meter langes Brot. In den folgenden Jahren schafft er mehrere großformatige Gemälde mit zumeist geschichtlichen Themen.

1964 Orden der Königin Isabella.

1966 – 1973 Dalí entwirft Illustrationen zur Luxusausgabe „Alice im Wunderland“ für den Verlag Random House.

Ab 1970 Erste stereoskopische Bilder und holographische Arbeiten entstehen.

1978 Aufnahme in die Académie des Beaux-Arts de L\\'Institut de France.

1982 Dalí erhält den Titel „Marquis de Púbol“.

1971 In Cleveland wird das Salvador Dalí Museum eröffnet.

1974 Neueröffnung des Theaters von Figueres als Dalí-Museum.

1979 Große Retrospektiven im Centre Pompidou, Paris, und in der Tate Gallery, London.

Ab 1981 Dalí leidet an der Parkinson-Krankheit und einem starkem Tremor.

1982 Der Tod seiner Frau Gala trifft ihn hart, fortan lebt er allein und abgeschieden in Púbol.

1984 Durch ein Feuer in seinem Haus erleidet er schwere Verbrennungen und ist gezwungen, seine künstlerischen Aktivitäten aufzugeben.

1989 Salvador Dalí stirbt am 23. Januar in seiner Heimatstadt Figueras.