Andre Masson

1896 Am 4. Januar wird André Masson in Balagny-sur-Thérain in Nordfrankreich geboren.

1907 Im Alter von 11 Jahren wird er an der Académie Royale des Beaux-Arts et l´Ecole des Arts Décoratifs in Brüssel zugelassen. Sein Hauptlehrer ist der Symbolist Constant Montald. Das Werk James Ensors stellt Massons ersten Kontakt mit der modernen Malerei da.

1912-1913 Umzug nach Paris und Studium an der Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts bei Raphael Collin und Paul Baudoin.

1914 Studium der Freskenmalerei in der Toskana. Aufenthalt in der Schweiz. Bei Ausbruch des I. Weltkrieges kehrt er nach Paris zurück und meldet sich als Kriegsfreiwilliger.

1917 Eine schwere Brustverletzung zwingt ihn zu mehreren Hospitalaufenthalten. Wegen antimilitaristischer Umtriebe wird er interniert.

1918/1919 In Martigues schließt er sich Maurice Loutreuil an und beginnt, Landschaften zu malen.

1921 In der rue Blomet bezieht er sein Atelier in unmittelbarer Nachbarschaft zu Joan Miró. Der Kunsthändler Daniel-Henry Kahnweiler nimmt seine Arbeiten unter Vertrag.

1922 Er lernt Jean Dubuffet, Georges Limbour und André Malraux kennen. Intensive Beschäftigung mit erotischen Zeichnungen und Gouachen.

1923 Experimente mit automatischen Zeichungen, den „Écriture-automatique“. Kontakte zu Antonin Artaud, Getrude Stein und Louis Aragon.

1924 Erste Einzelausstellung in der Galerie Simon in Paris. André Breton lädt ihn ein, der Gruppe der Surrealisten beizutreten. Masson lernt Ernest Hemingway kennen.

1925 Bekanntschaft mit Yves Tanguy, Jacques Prévert, Jacques Doucet und Pablo Picasso.

1926 Erste Bilder aus Leim und Sand entstehen. Die Bildthemen sind zunehmend Gewalt und Tod.

1927 Treffen mit Alberto Giacometti, der ihm Anregungen für erste Skulpturen gibt.

1930 Durch den Japaner Kuni Matsuo lernt er den Zen-Buddhismus und die asiatische Kunst kennen, die zu einer wichtigen Inspirationsquelle werden.

1932 Treffen mit Henri Matisse in Südfrankreich.

1933 Entwurf des Bühnenbildes und der Kostüme für das Balett „Les Présages“ von Léonide Massine. Die erste Nummer der Zeitschrift „Minotaure“ erscheint, an der Masson maßgeblich mitgearbeitet hat.

1936/1937 Erste Ausgabe der eigenen Zeitschrift „Acéphale“ erscheint mit Illustrationen von Masson. Bei Ausbruch des Bürgerkriegs in Spanien kehrt er zurück nach Frankreich. Erneuter Kontakt zu den Surrealisten.

1939 Es entstehen imaginäre Portraits und Stadtdarstellungen sowie Sandbilder und Objekte aus Fundstücken. Nach Ausbruch des Krieges betont er den „metaphysischen Sinn“ seines Werkes.

1941 Flucht in die USA nach New Preston, CO. Freundschaft mit Alexander Calder, Arshile Gorky, Yves Tanguy u. a. Sein Werk beeinflusst die jungen Maler des abstrakten Expressionismus, besonders Jackson Pollock.

1943 Bruch mit André Breton.

1945-1947 Treffen mit Jean-Paul Sartre. Rückkehr nach Paris.

1954 Verleihung des Grand Prix National des Arts.

1964 Abnehmende Abstraktion seiner Werke.

1976 Wegen körperlicher Gebrechen ist Masson auf den Rollstuhl angewiesen und gibt Ende der siebziger Jahre die Malerei auf.

1987 In der Nacht vom 27. zum 28. Oktober stirbt Masson in Paris.