Alain Clement

Alain Clément wurde 1941 in Neuilly-sur-Seine geboren. Er lebt und arbeitet in Nîmes, Paris und Berlin.

1962
Paris. Zeichnet im Atelier de la Grande Chaumière, graviert und druckt im Atelier 17 (S. W. Hayter).

1965
Lässt sich in der Nähe von Montpellier nieder und eröffnet eine Werkstatt für Kupferdruck und Typographie. Entwirft und gibt Bücher heraus, die er illustriert.

1968
Zeichnet im Museum in Montpellier nach Géricault, Delacroix und Courbet.
Mitbegründer von ABC Productions, einer Künstlergruppe, die eine Dekonstruktion der Malerei und ihrer Bilder vertritt. Kollektive Verbreitung der Arbeit, unabhängig von den offiziellen Kanälen, Publikationen zu theoretischen Forschungen in Manifesten und Zeitschriften.
Entdeckt die amerikanische Abstraktion und ihre großen Formate.

1970-1978
Lehrtätigkeit an der École des Beaux-Arts in Montpellier. Sommer in Deutschland. Politisches Engagement in der Malerei, dies ist jedoch eine Sackgasse. Verbindung mit Malern in Köln. Organisation eines Zyklus von Ausstellungen in Manifestform mit seinen Freunden.
Serien großer Malereien mit Pastellkreide, die den gesamten Raum ausfüllt.
Beruft sich auf das Werk von Monet, Stella und Newman. Seine fleischliche Lust an der Malerei verbindet ihn trotz der modernistischen Radikalität seiner Bilder immer noch mit der alten Malerei.
Freundschaftliche Verbindung mit dem Philosophen Yves Michaud, der zahlreiche Texte über sein Werk schreiben wird.
Er verlässt die École des Beaux-Arts Montpellier und geht an die École des Beaux-Arts in Nîmes.
Ausstellung im Musée Fabre, Montpellier, die sieben Jahre seiner Arbeit zeigt.

1979-1985
Lässt sich in Nîmes nieder.
Zeichnungen nach La Mort de Sardanapale, die zum Entstehen von Gemälden auf loser Leinwand führen.
Kontakt mit Joan Mitchell und Shirley Jaffe in der Galerie Jean Fournier (Paris). Ausstellen großer Leinwände mit Blumennamen in den Abteien Senanque in Gordes und Montmajour in Arles, wo die aufwallenden farbigen Gesten auf die Schmucklosigkeit der romanischen Architektur treffen.
Monumentale Gemälde und Decken für den Musiksaal des Museum Ludwig in Aachen. Die Malerei fließt über und überflutet den Raum. Sie verlässt ihren Rahmen und tritt ins Zusammenspiel mit der Architektur.
Erste Ausstellung in der Galerie Wentzel in Köln. Übernimmt die Leitung der École des Beaux-Arts in Nîmes 1985.

1986-1989
Reise nach Rom und Venedig. Das Studium von Borromini und Bernini mündet in Gemälde, in denen sich zuckende Körper mit der barocken Architektur vermischen.
Frauenporträts.
Zyklus der Filles du feu nach Gérard de Nerval.
Sommer in New York als Artist in Residence.
Malt zahlreiche Bilder. Trifft dort den Bildhauer Anthony Caro und die Kritiker Karen Wilkin und Clement Greenberg.
Imaginäre Porträts der Schriftsteller, die ihn begleiten und aus denen sich sein Werk speist.

1990-1999
Beendet die Lehr- und Leitungstätigkeit an der École des Beaux-Arts in Nîmes.
Entstehen von 50 Porträts von Elisabeth im Alter von 1 bis 50 Jahren. Aufenthalt in New York. Folgen von Zeichnungen, inspiriert von der Architektur und der Atmosphäre der Jazzclubs. Malt eine Serie kleiner Formate, die er nach der Rückkehr nach Frankreich für eine Ausstellung im Musée Céret weiterentwickelt.
Ein Zyklus monumentaler Diptychen, ausgestellt im Carré d'Art in Nîmes, markiert den Höhepunkt dieser Periode.
Die große Lyrik verschwindet: Die Formate werden kleiner, die Malerei fängt sich wieder und kehrt wieder in ihren Rahmen zurück. Der Raum wird gegliedert, erhält Struktur durch die Farbe, die durch die Gewichtung hervorgehoben wird. Erste Serie von Holzskulpturen mit polychromem Anstrich.
Danach herrscht das Metall vor in Zyklen von Skulpturen, die sich mit Gemäldezyklen abwechseln und mit ihnen in Dialog treten.

2000
Monumentale Skulpturen, ausgestellt auf der Kölner Messe durch die Galerie Orangerie-Reinz.
Langer Aufenthalt in der Toskana. Ausgiebiges Studium des Quattrocento, dem ein geometrischer Raum entnommen wird, der die neuen Werke neu begründet.
Intensivieren der Bildhauerei. Zahlreiche monumentale Skulpturen für Privatsammlungen in Frankreich und im Ausland.
Blitzreise nach Tanger, um am Motiv das Licht und die Farbe bei Matisse zu überprüfen, die ihn umtreiben. Entstehen einer langen Serie von Gemälden in freien und bunten Arabesken.
Die Galerie Baudoin Lebon installiert zwei monumentale Skulpturen auf dem Platz vor dem Grand Palais in Paris aus Anlass der Einzelausstellung, die sie ihm auf der Art Paris widmet. Der skulpturale Raum wird architektonisch.
Lässt sich in Berlin nieder. Studien für einen Zyklus grafischer Gemälde, die bei seiner Rückkehr in sein Atelier in Nîmes entstehen. Entstehen mehrerer Ensembles monumentaler Skulpturen, die in der Nyrox Foundation in Johannesburg und in Suzhou in China aufgestellt werden.

2015
Erste Ausstellung in DIE GALERIE.